Alte Bekannte, neue Geschichten, stimmungsvoller Rahmen: An unserem diesjährigen Ehemaligenanlass trafen sich ehemalige und aktive IC-Mitarbeitende am nördlichen Bielerseeufer zum Austausch und Wiedersehen. Bei einem Rundgang gaben GL-Mitglieder Enrico Bellini und André König Einblicke in die vielfältige Projektlandschaft von IC Infraconsult in dieser Region.

Der Rundgang führte zunächst nach Twann, wo der Rückbau der Kläranlage die Chance zur Revitalisierung der Twannbach-Mündung eröffnet. Weiter ging es zur SBB-Baustelle «Doppelspurausbau Jurasüdfusslinie», deren anspruchsvolle Umweltbaubegleitung IC Infraconsult bis nach 2030 beschäftigen wird. Weitere Stationen zeigten Projekte zu Uferschutz, Rebbergmauern-Inventar, Ortsplanung, Richtplanung und Landumlegung. Bei wunderbarer Abendstimmung klang der Anlass auf der Seeterrasse des Restaurants Kreuz in Ligerz aus, wo bei einem Apéro alte und neue Firmengeschichten die Runde machten.

Der Anlass hat gezeigt, wie eng IC Infraconsult mit der Region Bielersee verbunden ist. Umso schöner zu wissen, dass für IC mit dem neusten Auftrag– UVB und UBB für neuen ASTRA-Twanntunnel – auch längerfristig attraktive Perspektiven am Bielerseeufer bestehen.

Die Gemeinde Kirchlindach verfügt neu über eine «Umwelt- und Energiestrategie 2026+». Damit konkretisiert die Nachbarsgemeinde der Stadt Bern ihre strategische Ausrichtung in verschiedenen Bereichen der Nachhaltigkeit und zur Anpassung an den Klimawandel.

Ein erklärtes Ziel ist Netto-Null bis 2045. Der Weg dahin beinhaltet eine zeitgemässe Weiterentwicklung in den Bereichen Wärmeversorgung, Energieverbrauch und -produktion (namentlich Photovoltaik). Im Umweltbereich liegen die Schwerpunkte auf der Hitzeminderung und Gefahrenprävention sowie auf der Erhaltung und Aufwertung ökologisch wertvoller Lebensräume.

IC Infraconsult hat das Leitdokument gemeinsam mit einer lokalen, eigens dafür gebildeten Arbeitsgruppe, dem Partnerbüro Swiss Climate und in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung erarbeitet. Basis für die Inhalte bildeten das Gemeindeleitbild, eine lokale Standortbestimmung zu allen Bereichen der Nachhaltigkeit sowie das kantonale Klimaprogramm für Gemeinden.

Dieses Jahr führte unser Büroausflug ins wunderschöne Wallis – nicht ganz zufällig, denn auch beruflich sind wir dort mit verschiedenen raumplanerischen und umweltbezogenen Projekten unterwegs. Nach der Ankunft ging es direkt zur ersten gemeinsamen Aktivität: Der Naturpark Pfyn-Finges hatte für uns einen Natureinsatz im Pfynwald organisiert. Statt gemütlich die Walliser Landschaft zu bestaunen, wurde kräftig angepackt und «geschwäntet». Mit vereinten Kräften arbeiteten wir uns durch den Wald. Wir sägten, schnitten und schleppten so, dass Licht auf den Waldboden fällt. Danach ging es weiter nach Leukerbad, wo wir unser Hotel bezogen und einige eine erste Runde Erholung in der Therme genossen. Der Tag klang in geselliger Runde im Restaurant aus.

Am Samstagmorgen stand eine Führung durch Leuk Stadt auf dem Programm. Wir erfuhren Interessantes über den historischen Ort und lernten Leuk Stadt aus einer spannenden Perspektive kennen. Anschliessend ging es mit dem Bus weiter nach Guttet, wieder in die Höhe. Gemeindepräsident Philipp Loretan empfing uns herzlich und gab uns spannende Einblicke in die Besonderheiten der Gemeinde Guttet-Feschel. Im Gemeindehaus warteten weitere Mitglieder des Gemeinderats mit einem gemütlichen Raclette auf uns. Alle packten mit an. Wir wurden kulinarisch verwöhnt! Bei reichlich Käse, gutem Walliser Wein und interessanten Gesprächen wurde aus dem Mittagessen schnell ein geselliger Anlass. Den Ausflug rundete ein Spaziergang über den Lätzi Tolu nach Feschel ab – was für eine Aussicht. Zurück in Leukerbad genossen einige eine zweite Baderunde in der Therme, bevor Ländlermusik für die passende Begleitung im Restaurant sorgte. Ein Tag «Wallis pur».

Am Sonntag gab es Programm nach Vorliebe und verbleibender Energie: Heimreise, Therme oder Wanderung über die Gemmi. Ein herzliches Dankeschön an Thanu, Ulla und Sarah sowie dem Team vom Naturpark Pfyn-Finges und der Gemeinde Guttet-Feschel für die Organisation, die unvergesslichen Erlebnisse und die herzliche Gastfreundschaft.

Täglich passieren zehntausende Fahrzeuge den Autobahnabschnitt rund um Winterthur– insbesondere zu Spitzenzeiten wird die bestehende Infrastruktur dabei trotz der neu vorhandener Pannenstreifenumnutzung mittel- bis langfristig an ihre Kapazitätsgrenzen stossen. Der Spurausbau zwischen Winterthur-Töss und Winterthur-Ost ist deshalb Bestandteil des Programms zur Beseitigung von Engpässen im Nationalstrassennetz. IC Infraconsult begleitet die Engpassbeseitigung mit zwei thematisch eng verknüpften Aufträgen: Zum einen die NISTRA-Bewertung der Varianten «Ausbau im Bestand» und «Tunnel Ebnet» im Auftrag des Bundesamts für Strassen ASTRA – zum anderen eine ergänzende Nachhaltigkeitsbewertung im Auftrag des Kantons Zürich. Dabei werden die verkehrlichen, wirtschaftlichen, umweltbedingten und räumlichen Auswirkungen der Varianten umfassend und transparent beurteilt.

Im Auftrag des ASTRA führte IC Infraconsult eine Evaluation mit dem Instrument NISTRA durch. Die Analyse basiert auf 38 Indikatoren und kombiniert eine Kosten-Nutzen-Analyse, eine Kosten-Wirksamkeits-Analyse sowie qualitative Beurteilungen. Aufbauend darauf ist im Auftrag des Kantons Zürich eine ergänzende Nachhaltigkeitsbewertung mit einem Fokus auf den Abschnitt Töss entwickelt und durchgeführt worden. Dabei wurden bestehende Indikatoren methodisch weiterentwickelt und mit zusätzlichen Indikatoren ergänzt. Diverse Vertreterinnen und Vertreter von Kanton und Stadt wurden in Workshops in den Prozess miteinbezogen. In einem Synthesebericht wurden die Ergebnisse der beiden Evaluationen kritisch beleuchtet und Empfehlungen zuhanden der Entscheidungsträger erstellt.

Durch die Kombination der beiden Dienstleistungsaufträge entsteht eine fundierte und breit abgestützte Entscheidungsgrundlage für die Weiterentwicklung des Infrastrukturvorhabens. Die vertieften Analysen ermöglichen eine transparente Gegenüberstellung der Varianten und eine differenzierte Betrachtung ihrer langfristigen Auswirkungen auf Verkehr, Umwelt und Siedlungsentwicklung. Der enge Einbezug von Bund, Kanton und Stadt stärkt ausserdem die Nachvollziehbarkeit und Akzeptanz der Ergebnisse bei allen beteiligten Akteuren.

Die Problematik des fehlenden und finanziell nicht mehr tragbaren Wohnraums in der Schweiz hat sich in den letzten Jahren zugespitzt. Es stellt insbesondere Gemeinden im Einflussbereich von grösseren Agglomerationen sowie in stark touristisch geprägten Gebieten des Alpenraums vor grosse Herausforderungen. Auslöser sind verschiedene lokale bis globale Entwicklungen, wie beispielsweise die Individualisierung, die Verstädterung, eine steigende touristische Nachfrage, neue Internet-Vermarktungsmodelle oder Anlageentscheide bei gleichzeitig abgeschwächter Neubautätigkeit.

Die Gemeinden sind dieser Entwicklung jedoch nicht machtlos ausgeliefert. Sie können sich für eine «aktiven Wohnraumpolitik» entscheiden und im Rahmen ihrer Möglichkeiten und ihres Handlungsspielraums aus einer Vielzahl von möglichen Strategien und Massnahmen bedienen (Werkzeugkasten). IC Infraconsult bietet hierzu ein modulares und flexibel aufgebautes Angebot für Gemeinden, Städte und Regionen.

Wir begleiten unsere Kunden über den gesamten Prozess und erstellen mittels einer umsichtigen, breitgefächerten Wohnraumanalyse eine faktenbasierte Grundlage für Diskussionen und Entscheide über mögliche weitere Schritte. Bei ausgewiesenem Handlungsbedarf werden mit der Wohnraumstrategie ein Zukunftsbild, Ziele und vor allem wirkungsvolle, gemeindespezifische Massnahmen erarbeitet. Dabei legen wir Wert auf den Einbezug der verschiedenen Akteursgruppen und falls möglich der Bevölkerung, was zu langfristig tragbaren und nachhaltigen Lösungen massgeblich beiträgt.

Unser Konzept der Wohnraumstrategie mit vorgängiger Analyse wird in den Leitfäden des Bundesamts für Wohnungswesen (BWO) und der Schweizerischen Arbeitshilfe für Berggebiete (SAB) empfohlen. IC Infraconsult freut sich, etliche Gemeinden in den Kantonen Bern und Graubünden sowie Zürich in dieser anspruchsvollen, sozioökonomischen Thematik fachlich zu unterstützen und strategisch begleiten zu dürfen.

 

 

Gemäss Bundesamt für Statistik BFS sind für die künftige Entwicklung der Bevölkerung im Kanton Bern bis 2055 verschiedene Szenarien möglich. In den nächsten 5-10 Jahren ist noch von einem Anstieg der Wohnbevölkerung auszugehen. Ab 2035 schätzt das BFS für den Kanton Bern aktuell alle drei Entwicklungsrichtungen (Anstieg, Stagnation, Rückgang) als realistische Szenarien ein.

IC Infraconsult berechnete basierend auf den Daten des BFS regionalisierte Bevölkerungsszenarien für den Kanton Bern. Dabei wurden die Grössenordnungen des BFS anhand von plausiblen Parametern auf die verschiedenen Regionen verteilt. Während in urbanen Gebieten und regionale Zentren weiterhin von einem geringen Wachstum ausgegangen wird, dürften ländliche Gebiete übermässig von allfälligen Bevölkerungsrückgängen betroffen sein.

Mit den aktualisierten Bevölkerungsszenarien bis zum Jahr 2055 stehen den kantonalen Direktionen, der Staatskanzlei, den Regionen und weiteren interessierten Kreisen wichtige Entscheidungsgrundlagen für Strategien, Massnahmen, Planungen sowie deren konkreten Umsetzung zur Verfügung. Ein spezielles Augenmerk gilt den Auswirkungen des Anstiegs der über 65-Jährigen und den Einflussmöglichkeiten der Politik auf die Bevölkerungsentwicklung.

Der Kanton Luzern hat die Fussballeuropameisterschaft der Frauen vom letzten Sommer als Anlass genommen, den aktuellen Zustand und die Auslastung der Fussballsportanlagen zu analysieren und den künftigen Bedarf abzuschätzen. IC Infraconsult hat bei den Gemeinden und Fussballvereinen des Kantons Onlineumfragen durchgeführt und Interviews mit ausgewählten Vereinen, Gemeinden sowie dem Schweizerischen und Innerschweizerischen Fussballverband durchgeführt. Dabei wurde ein besonderer Fokus auf den Frauen- und Mädchenfussball gelegt.

Unsere Analyse zeigt, dass der Fussball im Kanton Luzern weiter wächst. Bis 2055 dürften – allein aufgrund des Bevölkerungswachstums – über 20’000 Personen in einem lizenzierten Verein aktiv sein, mehr als 3’000 zusätzliche Spielerinnen und Spieler im Vergleich zu heute. Sollte die Popularität des Fussballs weiter zunehmen, könnten es sogar über 25’000 sein. Gleichzeitig ist die bestehende Fussballinfrastruktur bereits heute vielerorts sehr stark ausgelastet – insbesondere in städtischen Gebieten, in denen künftig das grösste Bevölkerungswachstum erwartet wird. Zwar sind in einigen Gemeinden Umrüstungen auf Kunststoffrasen oder neue Plätze geplant, doch geeignete Flächen sind knapp. Die vorhandenen Anlagen lassen sich teilweise effizienter betreiben, doch stossen auch diese Optimierungen an Grenzen. Handlungsbedarf besteht zudem beim Personal in den Vereinen – es fehlen Trainer*innen, Schiedsrichter*innen und Funktionär*innen.

Um allen Interessierten weiterhin Fussball im Verein zu ermöglichen, braucht es ein Bündel aus kurz- und langfristigen Massnahmen, welche auf den Interviews, den Umfragen und einem Guide des Schweizerischen Fussballverbands SFV basieren. Diese richten sich an Gemeinden, Vereine sowie an den SFV und die Regionalverbände und bilden die Grundlage für die nächsten Schritte.

Seit April 2025 ist IC Infraconsult gemeinsam mit CSD Ingenieure und der BKW als «ARGE CIB PLUS» für Swissgrid tätig und begleitet zentrale Planungsprozesse für neue Höchstspannungsleitungen in der Deutschschweiz. Swissgrid ist als Betreiberin des nationalen Übertragungsnetzes für dessen Weiterentwicklung verantwortlich und stösst bei Bedarf Verfahren im Rahmen des Sachplans Übertragungsleitungen (SÜL) an.

Im fünfjährigen Mandat unterstützt die ARGE CIB PLUS Swissgrid bei der Erarbeitung dieser Verfahren. Dabei arbeiten Raum- und Umweltplanerinnen eng mit Leitungsplanenden zusammen, um technische, räumliche und ökologische Aspekte sorgfältig abzuwägen. Zu den zentralen Aufgabenstellungen gehören etwa mögliche Auswirkungen auf Siedlungen, Landschaft, Naherholung oder Naturschutz sowie die Prüfung von alternativen Korridoren und die Einbindung betroffener Gemeinden und Kantone.

Für IC Infraconsult bedeutet das Mandat sowohl die Einbringung bestehender Expertise als auch eine spannende Erweiterung in den Bereich der Elektrizitätsinfrastruktur. Eine wichtige Funktion übernimmt dabei Jos Aeschbacher, welcher seit Anfang Jahr als Projektleiter für die IC tätig ist. Zuvor war er Projekt- und Geschäftsleiter der CSD Ingenieure Bern und in diesem Rahmen bereits als Berater für Swissgrid tätig. Die enge und konstruktive Zusammenarbeit innerhalb der ARGE sowie mit Swissgrid ermöglicht ausgewogene Planungsgrundlagen und leistet einen wichtigen Beitrag zu einer sicheren und nachhaltigen Stromversorgung in der Schweiz.

Mitten in den Weinbergen am Bielersee bauen die SBB den letzten einspurigen Abschnitt der Jurafusslinie zu einer Doppelspur aus. Bei diesem Grossprojekt übernimmt IC Infraconsult die Umweltbaubegleitung für den Bau des Tunnels von Ligerz. Beim Rückbau einer ehemaligen Pumpstation wurden unerwartete «Arbeiter» entdeckt: Unter dem Gebäude hatte sich eine Biberfamilie niedergelassen und das Untergeschoss in eine richtige Biberhütte verwandelt!

Zum Schutz der Tiere schlossen sich die verschiedenen Projektbeteiligten – von der SBB über den kantonalen Wildhüter bis hin zur ARGE IBD und dem Umweltteam der Büros Aquarius, HydroTerra und IC Infraconsult – zusammen und errichteten gleich neben der früheren Unterkunft eine neue Biberhütte aus Holzstämmen. Nachdem ihr neues Zuhause bereitstand, bestand die grosse Herausforderung darin, die Biber zum Umzug zu überzeugen. Mit etwas Geduld und ein paar sorgfältig ausgewählten Ködern gelang es schliesslich – ein Erfolg für den Artenschutz.

Mittlerweile bewohnen nicht weniger als sieben Biber die neue Hütte – offenbar kaum durch die Baustelle gestört. Um die Wirksamkeit dieser Massnahme überwachen zu können, wurde eine regelmässige Kontrolle mittels Kamera eingerichtet. Dieses gelungene Vorhaben ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten, welche der Umwelt und besonders dieser Biberfamilie zugutekommt.

Der Entscheid des Regiertungsrates zu den Ladenöffnungszeiten in der Berner Innenstadt gibt zu reden: Die Läden schliessen ab dem nächsten Jahr Samstags jeweils wieder um 17:00 Uhr. IC Infraconsult hat im Auftrag des Amtes für Wirtschaft des Kantons Bern die Evaluation des Pilotprojekts durchgeführt und dabei über 600 Beschäftige und 141 Unternehmen befragt.

Insgesamt wurden rund 400 Unternehmen per Brief und Email angeschrieben. Für die Befragung der Beschäftigten wurden dem Versand Flyer mit einem QR-Code für den Zugang zur Umfrage beigelegt, die die Unternehmen ihren Mitarbeitenden weiterleiten, verteilen oder für sie auflegen konnten. Ergänzend zur Onlinebefragung wurden die Einschätzungen wichtiger Stakeholder aus Wirtschaft, Gastronomie, Tourismus, Verkehr und Kultur erhoben.

Knapp 40 % der Unternehmen in der oberen Altstadt und rund 5 % in der unteren Altstadt haben die Öffnungszeiten an Samstagen bis 18 Uhr verlängert. Die verlängerten Öffnungszeiten wurden von jeweils rund einem Drittel der Unternehmen positiv, neutral oder negativ beurteilt. Grössere Läden in der oberen Altstadt nutzten und profitierten tendenziell stärker von der zusätzlichen Stunde. Die Auswirkungen der neuen Öffnungszeiten auf den Umsatz schätzen rund 20 % der Unternehmen positiv, 10 % negativ und 70 % neutral ein. Über 80 % der Beschäftigten beurteilen die neuen Öffnungszeiten negativ.

Der umfassende Evaluationsbericht bildete eine zentrale Grundlage für den Entscheid des Regierungsrates.

In den letzten Wochen und Monaten sind gleich vier neue Personen zur IC gestossen. Das Geschäftsfeld Umwelt wird durch Carla Anliker und Basil Viret verstärkt, im Bereich Raum und Mobilität wird Jöran Kurt künftig mitwirken. Weiter gibt es in der Administration eine personelle Veränderung: Regula Meyer wechselt ins Geschäftsfeld Raum und Mobilität. Ihre Tätigkeiten übernimmt neu Sarah Tanrikulu.

Carla Anliker ist Biologin und arbeitete zuvor als Projektleiterin bei Stadtgrün Bern bei der Fachstelle Natur und Ökologie. Sie übernimmt bei der IC insbesondere Projekte im Bereich Umwelt mit dem Fokus auf Flora, Fauna und Lebensräume.

Basil Viret hat Umweltwissenschaften an der Uni’s Lausanne und Fribourg studiert und ein Praktikum bei einem Planungsbüro in Genf absolviert. Er spricht fliessend Französisch und Deutsch und arbeitet bei der IC mit interdisziplinären Ansätzen in den Bereichen Umwelt und Kommunikation.

Jöran Kurt ergänzt als GIS-Spezialist das Geschäftsfeld Raum und Mobilität. Er ist Geschichts- und Kulturwissenschaftler, bringt Erfahrungen aus der Informatik mit und war zuletzt als Praktikant beim Amt für Gemeinden und Raumordnung des Kantons Bern in der Abteilung Kantonsplanung tätig.

Sarah Tanrikulu hat eine kaufmännische Banklehre absolviert und ist zudem als Versicherungsvermittlerin VBV ausgebildet. Sie bringt mehrjährige administrative Erfahrung, insbesondere im HR- und Finanzbereich mit und unterstützt uns fortan bei allen administrativen Arbeiten – mit Fokus auf HR.

Wir wünschen Carla, Basil, Jöran und Sarah weiterhin einen guten Start im Team von IC Infraconsult.

Karlsruhe hiess die Destination des diesjährigen Büroausflugs. Die aufgrund ihres Grundrisses sogenannte Fächerstadt hatte bei einer Büroumfrage gegen Milano gewonnen – also doch keine Pizza und Pasta, dennoch wurden wir kulinarisch verwöhnt. Das erste Mittagessen genossen wir im «Maschinenhaus» des Alten Schlachthofs. Anschliessend gab es eine Führung über das 7 ha grossen Areal und dessen Entwicklung vom Schlachthof hin zum Kreativquartier für Kunst und Kultur. Weiter ging‘s zum KIT (Karlsruher Institut für Technologie), wo wir den klimafreundlich und sozial-ökonomisch fair gestalteten Gebäudeprototyp «RoofKIT» erleben durften.

Die innovativen Materialien und Techniken haben alle zum Staunen gebracht: Holzverwitterungsschutz durch lebenden Pilz, Küchenzeilen aus alten Joghurtbechern, Brandschutz aus Seegras – es gibt nichts, was es nicht gibt. Der Prototyp hat übrigens den Solar Decathlon Europe 21-22 in Wuppertal gewonnen. Ausgeklungen haben wir den Tag mit deftigen Portionen in der Badischen Weinstube und einer Lichtshow am Schloss Karlsruhe.

Am Samstag ging es in die Natur, Kanufahren. In Dreiergruppen paddelten wir gemütlich dem Altrheinarm entlang, genossen die Aussicht und Gesellschaft, bis es plötzlich anstrengend wurde – Gegenströmung! Da musste gemeinsam angepackt und koordiniert gerudert werden. Trotz einigen Zusammenstössen schafften es alle trocken und sicher ans Ufer. Den Abschluss fand der Tag wieder in einem aussergewöhnlichen Restaurant, wo wir einen unterhaltsamen und geselligen Abend verbrachten. Etwas müde aber glücklich traten wir am Sonntag wieder die Heimreise an.

Vielen Dank Thanu, Brigitte und Bruno für die Organisation des gelungenen Ausflugs und das spannende Programm.

Im Planungs- und Beratungsunternehmen IC Infraconsult kommt es zu einem Führungswechsel. VR-Präsident Thomas Bernhard tritt nach langjährigem Wirken zurück. Als VR-Präsidentin amtet neu Barbara Schwickert. Sie ist seit 2021 im Verwaltungsrat, führt das im Energiebereich tätige Beratungsunternehmen ENCO AG und ist beim Trägerverein Energiestadt Co-Geschäftsführerin. Davor war sie Gemeinderätin in der Stadt Biel. Wir freuen uns sehr mit Barbara Schwickert eine umsichtige und kompetente Verwaltungsratspräsidentin gefunden zu haben.

Neu in den Verwaltungsrat gewählt wurde Miriam Gantert. Die Physikerin ETH ist Managing Partnerin bei Superloop Innovation (Projektbegleitung, Schulungen im Innovationsbereich und Dozentin für Design Thinking). Sie ist zudem Verwaltungsrätin bei der Nexplore AG und bei Competec (Brack.ch). Beiden Frauen wünschen wir für ihre neuen Mandate bei der IC Infraconsult viele spannende Stunden und einen gegenseitig bereichernden Austausch.

Komplettiert wird der Verwaltungsrat mit Erika Schäppi (Dr. iur., Fürsprecherin, Ximpulse, bis-her) und André König (Kulturingenieur ETH, Vizepräsident und GL-Mitglied IC Infraconsult, bisher). Der vierköpfige Verwaltungsrat der IC Infracosult besteht somit aus drei Personen, welche ausserhalb der IC Infraconsult tätig sind. Sie bringen so ihre externen Erfahrungen und die notwendige Aussensicht in die IC Infraconsult ein. André König stellt als VR-Vizepräsident weiterhin die Verbindung zur Geschäftsleitung her.

Mit Thomas Bernhard verlässt eine das Unternehmen prägende Person die IC. Mit seinem Wirken trug er massgeblich zur Neuausrichtung der IC Infraconsult hin zu einem modern geführten Planungs- und Beratungsunternehmen bei. Der heute 68-jährige Politologe war von 2002 bis 2018 Mitglied der Geschäftsleitung und amtete seit 2007 im Verwaltungsrat, seit 2014 als dessen Präsident. Als Projektleiter betreute er eine Vielzahl von Projekten im breiten Geschäftsfeld der IC. Zu seinen Steckenpferden zählten partizipative Strategieprozesse, interdisziplinäre Variantenvergleiche, Moderationen aller Art sowie die Öffentlichkeitsarbeit. Mit seinem Rücktritt aus dem Verwaltungsrat beendet er auch seine Festanstellung bei der IC. Er steht aber als Senior-Experte der Firma bei Bedarf weiterhin zur Verfügung.

Der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung bedanken sich bei ihm für seine langjährige Tätigkeit im Dienste der IC Infraconsult und ihrer Kundinnen und Kunden. Wir wünschen ihm Viel Glück und Erfüllung bei seinen neuen Herausforderungen – wie etwa als Anbieter von velogeführten Studienreisen in Berlin und Umgebung.

Nachdem eine geplante 50-Jahre-Jubiläumsfeier im Jahr 2020 der Pandemie zum Opfer gefallen war, freute sich IC Infraconsult umso mehr, nun das 55-jährige Firmenjubiläum gebührend nachzuholen. Dem wechselhaften Wetter zum Trotz in sonniger Stimmung empfingen die Geschäftsleitung und der Verwaltungsrat die zahlreich erschienenen Gäste – darunter ehemalige und aktuelle Mitarbeitende, Kunden sowie langjährige Partnerinnen und Partner.

Ausgetragen wurde die Jubiläumsfeier auf dem denkmalgeschützten Areal der ehemaligen Gassner-Brauerei, das heute von Chillfood als Eventlocation «Füüri» betrieben wird. Dort steht das Kochen auf offenem Feuer im Mittelpunkt: Auf glühenden Kohlen bereiteten die Gäste ihr eigenes Menü zu – eine kulinarische Erfahrung, die für Gesprächsstoff und Begeisterung sorgte.

Für einen Blick zurück sorgten liebevoll gestaltete Plakate und ausgewählte Projektdokumente, die spannende Einblicke in die teils turbulente aber immer von grossem Einsatz und innovativem Geist geprägte Firmengeschichte. Dass das Team nicht nur in der Projektarbeit, sondern auch musikalisch harmoniert, bewies die hauseigene IC-Band: Mit acht Mitgliedern – und damit rund einem Viertel der Belegschaft – sorgten sie für stimmungsvolle Unterhaltung. Ergänzt wurde das musikalische Programm durch das Trio «Sisters Rodeo» rund um den IC-eigenen Sandro Rätzer, das weitere klangvolle Akzente setzte.

Ein rundum gelungenes Fest – mit einem klaren Blick in die Zukunft.

Auf weitere 55 Jahre IC Infraconsult!

Der Bund muss sicherstellen, dass die in der Schweiz anfallenden radioaktiven Abfälle im Inland sicher entsorgt werden. 2022 hat die NAGRA die Region Nördlich Lägern (NL) als Standortgebiet für die Realisierung des geologischen Tiefenlagers vorgeschlagen, ausserdem die Realisierung einer Verpackungsanlage (BEVA) in Würenlingen. Es ist unklar, welche Auswirkungen das Standortauswahlverfahren und der spätere Bau des Tiefenlagers und der BEVA auf die betroffenen Standortregionen haben. Begleitend zum Standortwahlverfahren ist deshalb ein Monitoring der sozioökonomischen und ökologischen Auswirkungen umgesetzt worden.

IC Infraconsult hat im Auftrag des Bundesamts für Energie ein Monitoring zur Untersuchung der sozioökonomischen Auswirkungen in den betroffenen Regionen durchgeführt. Das Monitoring beinhaltet diverse Sekundärdatenanalysen, eine Erhebung von lokalen touristischen Angeboten sowie zwei repräsentative Bevölkerungsbefragungen. Letztere wurden von gfs.bern durchgeführt und in Zusammenarbeit mit IC Infraconsult ausgewertet. Die Ergebnisse sind in einem Schlussbericht entlang von 19 Indikatoren in 7 Themenbereichen dargestellt und liefern ein umfassendes, objektives Bild der sozioökonomischen Entwicklungen in den betroffenen Regionen. Um die Kontinuität der Erhebungen und Vergleichbarkeit der Ergebnisse über einen langen Zeithorizont zu sichern, wurden Empfehlungen für die Optimierung der Erhebungen erarbeitet.

Die Indikatoren liefern ein fundiertes, objektives Bild der sozioökonomischen Entwicklungen und dienen den Entscheidungsträgern sowie der Öffentlichkeit als faktenbasierte Grundlage. Das BFE plant, das Monitoring bis zur Inbetriebnahme des Tiefenlagers in regelmässigen Abständen zu aktualisieren.

Mit dem Durchgangsbahnhof soll in Luzern eine leistungsstarke Infrastruktur für kommende Generationen entstehen. Im Auftrag des Bundes plant die SBB die erste Etappe des Durchgangsbahnhofes (Tiefbahnhof und Dreilindentunnel). IC Infraconsult wurde von der SBB beauftragt, die Umweltabklärungen sowie den Umweltverträglichkeitsbericht UVB für die Teilprojekte Tiefbahnhof und Dreilindentunnel zu erarbeiten.

Nicole Schiltknecht und Laurence von Fellenberg, die Projektverantwortlichen seitens IC Infraconsult, freuen sich mit ihrer Expertise zur umweltgerechten Planung eines zukunftsweisenden Infrastrukturprojekts beizutragen: «Das Projekt ist mit anspruchsvollen, umweltrechtlichen Rahmenbedingungen abzustimmen. Zentral sind die Aufrechterhaltung der getrennten Grundwasserstockwerke, die Eingriffe in den Vierwaldstättersee sowie der Moorschutz beim Tunnelportal seitens Ebikon.»

Das geplante Absenkverfahren für die Querung des Vierwaldstättersees wäre ein Novum in der Schweiz: Fünf vorgefertigte Stahlbetonelemente sollen in eine unter Wasser ausgehobene Baugrube abgesenkt werden. Die Methode reduziert Eingriffe in die Unterwasservegetation. Unklar sind jedoch noch die Verwertung des Materials aus dem Seebecken und das Ausmass potenzieller Trübungen. Angesichts der Breite der betroffenen Umweltthemen wird IC Infraconsult im Mandat von Grolimund + Partner, FriedliPartner sowie weiteren Fachspezialisten unterstützt.

Escholzmatt-Marbach ist eine kulturell aktive Gemeinde mit einem lebendigen Vereinsleben. Aufgrund der Schliessung von zwei Hotelsälen sind die Möglichkeiten für Proben, Trainings und Aufführungen der verschieden Musik-, Theater- und Sportvereine allerdings sehr beschränkt – das Bedürfnis nach einem neuen Kultursaal ist entsprechend gross.

IC Infraconsult hat für die Gemeinde einen Planungsbericht erarbeitet, der den Bedarf, die Anforderungen und mögliche Standorte für einen zukünftigen Kultursaal in Escholzmatt aufzeigt. Anhand von Interviews und Workshops wurden die Bedürfnisse und Anforderungen der verschiedenen Nutzergruppen erhoben. Im Bericht werden verschiedene Varianten und Mengengerüste präsentiert, beurteilt und ausgewählte Bestvarianten genauer beschrieben.

Im weiteren partizipativen Prozess wurde mit einer Onlineumfrage eine Mitwirkung durchgeführt. Dabei konnten Parteien, Vereine, Komitees und Privatpersonen ihre Meinung bezüglich den Standortvarianten, dem Anforderungsprofil und allgemein zum Planungsbericht eingeben. Wir sind gespannt, wie sich die Gemeinde entscheiden wird und wo sich das kulturelle Leben in Escholzmatt künftig entfalten wird.

Beim Bau des Ligerztunnels an der Jurasüdfusslinie setzt die SBB auf Hypex Bio. Es ist der schweizweit erste Einsatz des biologisch abbaubaren Sprengstoffs auf der Basis von Wasserstoffperoxid. So entstehen im Ausbruchsmaterial und Baustellenabwasser keine Rückstände von Ammonium und Nitrit.

IC Infraconsult leitet die Umweltbaubegleitung UBB der Grossbaustelle und berät die Bauherrin bis zur Inbetriebnahme. Die Problematik der Sprengstoffe wurde bereits in die Ausschreibung integriert. Nun ermöglicht es der Einsatz von Hypex Bio die Risiken im Gewässerschutz deutlich zu verringern und auf eine Abwasserbehandlung mit Chlor zu Verzichten.

Neben dem Tunnelbau behandelt das Team der Umweltbaubegleitung zahlreiche weitere Umweltherausforderungen wie Lärmemissionen und Erschütterungen, eine lokale Seeuferschüttung und den Umgang mit Rebbergböden. IC Infraconsult wird bei diesen Tätigkeiten unterstützt von Fachspezialist*innen der Firmen HydroTerra, MFR, Aquarius, G+P, L.B.U. et RWB. Nach der Inbetriebnahme des Tunnels wird das UBB-Team die SBB auch beim Rückbau und der Nachnutzung des heute einspurigen Gleisabschnitts zwischen Ligerz und Twann am nördlichen Bielerseeufer begleiten.

Im Jahr 2023 hat IC Infraconsult zusammen mit der Hochschule Luzern eine Machbarkeitsstudie für ein landesweites Baukulturmonitoring erstellt. Das Bundesamt für Kultur BAK hat in der Folge den Aufbau eines solchen Monitorings in den Aktionsplan 2024-2027 aufgenommen. Das geplante Baukulturmonitoring soll die Veränderungen des gestalteten Raums in der Schweiz erfassen und bewerten. Ziel ist es, fundierte Erkenntnisse für eine qualitätsvolle Entwicklung des gebauten Umfelds zu gewinnen. Im Fokus stehen dabei die Qualität der Baukultur, die Auswirkungen politischer Massnahmen sowie die Effekte raumgestalterischer Eingriffe auf Gesellschaft, Wirtschaft und Nachhaltigkeit.

Für den Aufbau des Monitorings konnte IC Infraconsult im Auftrag des BAK geeignete Indikatoren erarbeiten. Dabei wurden sowohl quantitative als auch qualitative Messgrössen berücksichtigt, welche die acht Kriterien des «Davoser Baukultur Qualitätssystems» abdecken und zeitliche Entwicklungen präzise erfassen können.. Darauf basierend wurden zwei Varianten eines Monitoring-Konzepts mit dazugehöriger Herangehensweise, Zeitplan und Kostenschätzung erarbeitet.

Die empfohlene Roadmap für die Umsetzung der beiden Varianten des Monitorings weist den Weg in die nächste Phase des Projekts. Wir sind gespannt, wie das Monitoring umgesetzt wird und wie die ersten Ergebnisse aussehen werden.

Mit Schwung und Treffsicherheit das neue Arbeitsjahr – nicht zuletzt unser 55. Jubiläumsjahr – in Angriff nehmen: In diesem Sinne begann das alljährlich Ende Januar stattfindende Neujahresessen der IC Infraconsult auf den Bahnen des Bowlingcenters Marzili. Zahlreiche Strikes und die unvermeidlichen paar Nuller später wurde in der Dampfzentrale auf ein vielfältiges und erfolgreiches 2025 angestossen. Das ehemalige thermische Kraftwerk, wo historisch die Themen der Energieproduktion, Partizipation, Kultur und Kulinarik an einem besonders schönen Ort gebündelt sind, bot einen würdigen Rahmen.

Nebst feiner Kost und heiteren Gesprächen gab es für das Team noch ein Geschenk als Dank für die Beiträge im abgeschlossenen Jahr. Das Buch «Angekommen» der ehemaligen Mitarbeiterin Carolina Piasecki porträtiert in Wort und Bild 40 Frauen, die ihre Heimat verlassen und in der Schweiz eine neue gefunden haben. Sinnbildlich möchte IC Infraconsult Ihren Mitarbeitenden ein Stück berufliche Heimat bieten.

Den Schwung und den Fokus aufs Ziel wollen wir genauso in das neue Arbeitsjahr mitnehmen wie das genussvolle, heimelige Zusammensein. Wir danken dem gesamten Team für den gelungenen Jahresauftakt.

Der diesjährige Bürosausflug führte uns für drei Tage nach Freiburg im Breisgau. Auf dem Programm standen neben einem touristischen Altstadt-Rundgang, raumplanerische Führungen in verschiedenen Stadtteilen, eine Weindegustation und gemeinsame Abendessen. In der Zwischenzeit wurde rege diskutiert, die Beine hochgelagert oder in kleineren Gruppen individuelle Ausflüge unternommen.

Wie unser heimisches Bern ist auch Freiburg eine Gründung der Zähringer. Die Altstadt Freiburgs wurde im 2. Weltkrieg grösstenteils zerstört, jedoch aufwändig und glaubwürdig rekonstruiert. Charakteristisch sind die «Bächle» in den Gassen. Von uns ist zum Glück niemand reingefallen während diesen kühlen und nebligen Novembertagen.

Unsere Unterkunft lag im Vauban-Quartier. Der jüngste Stadtteil Freiburgs hat sich partizipative Verfahren, Niedrigenergiegebäude und autoreduzierte Strassenräume auf die Fahne geschrieben. Heute zeigt sich Vauban im Rahmen eines geordneten Rasters baulich äusserst heterogen und individualistisch. Die Teamausflüge führten uns mit dem Tram kreuz und quer durch die Stadt.

Auf der Heimreise am Sonntag bringen es die Organisatorinnen Alma Schöni und Liv Klemm erholt aber etwas müde auf den Punkt: « Wir waren viel unterwegs und haben oft gelacht. Freiburg hat definitiv Lebensqualität. Bis Montag – äh morgen.»

Die Lärmschutzstrategie der Stadt Zürich wurde 2020 in Kraft gesetzt und soll alle vier Jahre unter die Lupe genommen und bei Bedarf aktualisiert werden. IC Infraconsult erarbeitete einen Synthesebericht, welcher die erste Umsetzungsphase zwischen 2021-2024 analysiert. Der Fokus lag dabei unter anderem auf einer verbesserten Integration der Lärmschutzanliegen in die Verwaltungsprozesse.

Mit der Lärmschutzstrategie übernimmt die Stadt Zürich eine Vorbildfunktion und Vorreiterrolle. Lärmschutz ist ein Querschnittsthema, denn Lärm betrifft nicht nur im Alltag alle Menschen, sondern auch in der Verwaltung verschiedene Departemente, Geschäftsbereiche und Arbeitsgruppen. Dies stellt für die Koordination und Kommunikation des Themas eine Herausforderung dar.

Im Rahmen der Prozessbegleitung führte IC Infraconsult zusammen mit den betroffenen Akteuren der Stadt Zürich zwei Workshops durch. Dabei wurden Erfolgsfaktoren und Herausforderungen herausgearbeitet, sowie Zielbilder und Empfehlungen zur Anpassung der Strategie in fünf Themenkomplexen abgeleitet: «Akustische Qualität», «Baulärm», «Berichterstattung und Umsetzungsagenda», «Dialog Verwaltung-Politik und Kommunikation» sowie «Organisation und Koordination».

Im Gürbetal zwischen Thun und Bern entsteht seit Ende August ein ökologisches Aufwertungsprojekt. Mitte Oktober ist nun ungeplant Baustopp. Der Boden ist zu nass. Im Frühling 2025 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen werden. Ab dann bietet die Fläche Tierarten, welche an Gewässer gebunden sind, einen neuen Lebensraum.

Motivierte Landbesitzende legen in der Gemeinde Thurnen auf ca. einer Hektare eine Gewässerlandschaft an. Die von Atra Naturschutz GmbH projektierten Stehgewässer und Feuchtwiesen liegen unweit der Gürbe. Das Projekt fördert stark gefährdete Zugvogel-, Amphibien- und Tagfalterarten und verbessert die Vernetzung in der Talebene. Es wird durch die Schweizerische Vogelwarte und den Kanton Bern finanziert.

IC Infraconsult begleitet das Projekt und die Bauarbeiten aus bodenkundlicher Sicht. Bei der Erhebung der Bodeneigenschaften zeigte sich, dass sich die Lehmböden hervorragend für Stehgewässer eignen. Nach der Umsetzung des Projektes können die extensiven Wiesen und temporären Flutmulden weiterhin als landwirtschaftliche Nutzfläche angerechnet werden.

Die Berner Gemeinde Kirchlindach stellt sich der Frage, wo sie steht und in welchen Themen sie punkto zukünftiger Entwicklung etwas bewegen will und kann. Das Tool des Kantons Bern ermöglicht es, die Stärken und Schwächen einer Gemeinde in den drei Nachhaltigkeitsdimensionen Umwelt, Wirtschaft, Gesellschaft sowie im Bereich Gemeindesteuerung systematisch zu analysieren sowie den Handlungsbedarf abzuleiten.

Anhand der 125 Indikatoren hat IC Infraconsult im ersten Halbjahr gemeinsam mit dem Gemeinderat und dem Verwaltungskader eine differenzierte Sichtweise der Ausgangslage sowie mögliche Massnahmen erarbeitet. Dies erfolgte primär an zwei Workshops. Fortan will Kirchlindach beispielsweise das Thema erneuerbare Energie ganzheitlicher angehen, lokale Arbeitsplätze erhalten und attraktiv gestalten, die Hauptvelorouten aufwerten oder die überkommunalen Angebote sowie die regionale Zusammenarbeit sichtbarer machen.

Die Ergebnisse der Anwendung des Gemeindeprofilografen flossen in das räumliche Entwicklungskonzept REK ein und sollen bei der Aktualisierung der Legislaturplanung berücksichtigt werden. Damit integriert Kirchlindach die Nachhaltigkeitsziele in die Ortsplanung und konkretisiert die Umsetzung in der Gemeindepolitik.

Im August startete Rayan Pfirter als Vorstudienpraktikant bei IC Infraconsult. In den kommenden fünf Monaten macht er sich mit Fertigkeiten und Fachwissen vertraut, um den Bachelorstudiengang Stadt-, Verkehrs-, und Raumplanung an der Ostschweizer Fachhochschule OST anzutreten.

Rayan beschreibt seinen Arbeitsalltag wie folgt: «Meine Tätigkeiten sind geprägt von interessanten Sitzungen, dem Gestalten anschaulicher Karten, dem Vorbereiten von Anlässen mit der Bevölkerung, der Unterstützung in der Berichtredaktion sowie dem Verfassen von Protokollen. Ich fühle mich sehr wohl im Team und in den Büroräumen.»

IC Infraconsult bietet Praktikumsplätze an der Schnittstelle der Geschäftsfelder «Raum und Mobilität» und «Umwelt». Manchmal sind es junge Leute mit gymnasialer Maturität oder Berufsmaturität, welche sich bei uns praktische Kenntnisse aneignen, manchmal sind es Studienabgänger*innen, welche bei uns erste Berufserfahrung sammeln. Wir tun dies aus Überzeugung und als Beitrag zur Ausbildung des Nachwuchses von Fachkräften in unserer Branche.