Täglich passieren zehntausende Fahrzeuge den Autobahnabschnitt rund um Winterthur– insbesondere zu Spitzenzeiten wird die bestehende Infrastruktur dabei trotz der neu vorhandener Pannenstreifenumnutzung mittel- bis langfristig an ihre Kapazitätsgrenzen stossen. Der Spurausbau zwischen Winterthur-Töss und Winterthur-Ost ist deshalb Bestandteil des Programms zur Beseitigung von Engpässen im Nationalstrassennetz. IC Infraconsult begleitet die Engpassbeseitigung mit zwei thematisch eng verknüpften Aufträgen: Zum einen die NISTRA-Bewertung der Varianten «Ausbau im Bestand» und «Tunnel Ebnet» im Auftrag des Bundesamts für Strassen ASTRA – zum anderen eine ergänzende Nachhaltigkeitsbewertung im Auftrag des Kantons Zürich. Dabei werden die verkehrlichen, wirtschaftlichen, umweltbedingten und räumlichen Auswirkungen der Varianten umfassend und transparent beurteilt.
Im Auftrag des ASTRA führte IC Infraconsult eine Evaluation mit dem Instrument NISTRA durch. Die Analyse basiert auf 38 Indikatoren und kombiniert eine Kosten-Nutzen-Analyse, eine Kosten-Wirksamkeits-Analyse sowie qualitative Beurteilungen. Aufbauend darauf ist im Auftrag des Kantons Zürich eine ergänzende Nachhaltigkeitsbewertung mit einem Fokus auf den Abschnitt Töss entwickelt und durchgeführt worden. Dabei wurden bestehende Indikatoren methodisch weiterentwickelt und mit zusätzlichen Indikatoren ergänzt. Diverse Vertreterinnen und Vertreter von Kanton und Stadt wurden in Workshops in den Prozess miteinbezogen. In einem Synthesebericht wurden die Ergebnisse der beiden Evaluationen kritisch beleuchtet und Empfehlungen zuhanden der Entscheidungsträger erstellt.
Durch die Kombination der beiden Dienstleistungsaufträge entsteht eine fundierte und breit abgestützte Entscheidungsgrundlage für die Weiterentwicklung des Infrastrukturvorhabens. Die vertieften Analysen ermöglichen eine transparente Gegenüberstellung der Varianten und eine differenzierte Betrachtung ihrer langfristigen Auswirkungen auf Verkehr, Umwelt und Siedlungsentwicklung. Der enge Einbezug von Bund, Kanton und Stadt stärkt ausserdem die Nachvollziehbarkeit und Akzeptanz der Ergebnisse bei allen beteiligten Akteuren.